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HÎNBÛN - Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen und ihre Familien
HÎNBÛN - Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen und ihre Familien
Brunsbtteler Damm 17
13581 Berlin
Telefon +49 30 336 66 62
Fax +49 30 335 69 36

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Rückblick auf 35 Jahre unseres Internationalen Bildungs- und Beratungszentrums

Rückblick auf den langen Weg  von einem kurdischen Frauenprojekt zu einem Internationalen Bildungs- und Beratungszentrum für Besucherinnen aus sehr unterschiedlichen Regionen der Welt.
Die meisten haben sich in Spandau niedergelassen und versuchen, sich hier einzuleben.
 
Wir, das HÎNBÛN-Team blicken zurück auf vielfältige Erfahrungen und Erlebnisse gemeinsam mit unseren langjährigen Besucherinnen. Daher haben wir die vornehmlich kurdischen Frauen  in den Fokus genommen und mit einer Ausstellung  zu Wort kommen lassen.

So dokumentieren die Porträts der Frauen:

Es geht um diejenigen, die uns so viel Offenheit und Vertrauen entgegenbrachten und bereit waren, uns an ihren Erfahrungen, ihren Erlebnissen, ihren Sorgen und Ängsten teilhaben lassen.

Nur so konnten wir, die HÎNBÛN-Beraterinnen nachvollziehen, welche Bedeutung unser Zentrum für seine Besucherinnen hat oder haben kann, was es sein kann und sein sollte für Frauen, die sich als Fremde mit unserer Gesellschaft auseinandersetzen und versuchen müssen, im bürokratischen Dschungel eine Orientierung zu finden, irgendwie zurechtzukommen.

Nur so konnten wir, das HÎNBÛN-Team, lernen, worauf es im Grunde ankommt:

Dass wir einander respektvoll, von Frau zu Frau, also „auf Augenhöhe“ begegnen, bereit sind, miteinander in Austausch zu treten, einander zuzuhören, füreinander da zu sein und Vertrauen zueinander aufzubauen. 

Nur die ganz persönlichen Begegnungen ermöglichen es uns, den „Einheimischen“, die Neuankömmlinge, die Fremden, nicht nur in Kategorien wahrzunehmen. Wir lernen sie als Persönlichkeiten kennen, mit ihrer individuellen Geschichte. Sie kommen aus jeweils unterschiedlichen Lebenswelten zu uns und können – wenn wir es zulassen - unser Leben hier in Deutschland, in Berlin, in besonderer Weise bereichern.

Nicht zuletzt lernen wir, unsere eigene Gesellschaft aus einer anderen Perspektive zu betrachten und uns kritisch mit ihr auseinanderzusetzen.
 
Die aktuellen Herausforderungen, große Zahlen neu eingereister Flüchtlinge in unserer Gesellschaft aufzunehmen, stellen uns vor die Frage: Was können wir von dem lernen, was uns die vor langen Jahren nach Deutschland geflüchteten oder eingewanderten Frauen zurückblickend zu erzählen haben?
 
So stellten wir bei unseren Vorbereitungen zur Jubiläumsveranstaltung immer wieder die Frage:

Was ist es, was den Frauen das Ankommen und die Teilhabe in unserer Gesellschaft in besonderer Weise erschwert oder auch erleichtert hat?

Was hat ihnen ganz besonders gefehlt, welche Erfahrungen haben sie als besonders belastend erlebt, und was hat ihnen geholfen, sich hier weniger fremd zu fühlen und ggf. einen Platz in dieser Gesellschaft zu finden?

Erkenntnisse nach unseren Gesprächen mit den Frauen:

Viele Frauen aus der Türkei, aus dem Irak und aus Syrien leiden auch nach langen Jahren noch unter ihren Fluchterfahrungen, zutiefst belastenden und beängstigenden Erlebnissen in ihrer Heimat und später auf der Flucht.
Die Bemühungen, hier in Deutschland ein neues Leben aufzubauen, waren für die meisten Frauen hürdenreich und oftmals geprägt von Enttäuschungen und verletzenden Erfahrungen:

 
Bis heute haben auch Frauen, die schon lange hier leben, kaum oder nur oberflächliche Kontakte zur einheimischen Bevölkerung ausgenommen der Beziehungen zu den HÎNBÛN-Beraterinnen. Nur selten entstehen freundschaftliche Beziehungen, hingegen bleibt man weitgehend unter sich und fühlt sich oft einsam, hat Heimweh, Sehnsucht nach Verwandten und Freunden in der Heimat.
 
Nicht wenige Frauen haben das Gefühl, in Deutschland nie richtig angekommen zu sein.

Einige Frauen schafften es zwar nach jahrelangen Bemühungen, eine Erwerbsarbeit aufzunehmen, diese ist jedoch schlecht bezahlt, eine ungelernte oder angelernte Tätigkeit, unter prekären arbeitsrechtlichen Bedingungen.

Viele Frauen haben sich damit abgefunden, dass sie ihr Leben hier in Deutschland ihren Kindern opfern: Sie wünschen sich, dass zumindest ihre Kinder eine gute Zukunftsperspektive haben werden und sie nicht unter den erdrückenden Bedingungen aufwachsen, die sie selber in ihrer Heimat erleben mussten.

Dennoch haben die meisten Frauen so große Sehnsucht nach ihrer Familie und ihrer Heimat, dass sie am liebsten irgendwann dorthin zurückkehren würden.

Was viele Frauen an Deutschland besonders schätzen: Sie können sich in der Öffentlichkeit ohne Angst bewegen und sich auf Rechte beziehen, die Frauen hier zugestanden werden.

Was sich die  HÎNBÛN-Frauen für die neu nach Deutschland geflüchteten Frauen wünschen:


Das HÎNBÛN-Team, Mai 2016

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