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HÎNBÛN - Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen und ihre Familien
HÎNBÛN - Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen und ihre Familien
Brunsbtteler Damm 17
13581 Berlin
Telefon +49 30 336 66 62
Fax +49 30 335 69 36

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In eigener Sache
Auf Wiedersehen, Claudia Willkommen, Claudia!

Es ist ein merkwürdiges Gefühl für mich. Über 14 Jahre haben wir als Kolleginnen bei HÎNBÛN Höhen und Tiefen erlebt, uns gegenseitig Mut gemacht, unterstützt, zusammen geweint und sehr viel gelacht.
HÎNBÛN ist ein kurdisches Wort und bedeutet „Neues erfahren – Neues lernen“ und genau das tun wir auch bis heute noch.

Unser Team muss nun lernen, dass Claudia Schippel den wie man so schön sagt verdienten Ruhestand antritt. Das geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem im HÎNBÛN wöchentlich etwa 100 Immigrantinnen und Geflüchtete unsere Sozial- und Rechtsberatung aufsuchen.
Die meisten der Frauen und ihre Familien sind inzwischen in Spandau und Berlin ein wenig heimisch geworden, eine Erstorientierung ist weitestgehend abgeschlossen.

Soweit, so gut. Unser Auftrag besteht nun darin, mit ihnen zusammen Perspektiven für ihre Zukunft zu entwickeln.
Doch zuvor sind viele andere Dinge zu berücksichtigen, die Priorität haben, z.B. sind wir im Gesundheitsbereich mit den Folgen der Flucht konfrontiert, nicht behandelte physische oder psychische Belastungen und Erkrankungen, schwere Traumata, Pflegebedürftigkeit. Hier ist eine intensive Beratung und Kooperation mit den Regeldiensten vonnöten.

HÎNBÛN erfüllt die Brückenfunktion dazu bis die Frauen in der Lage sind, ihre Angelegenheiten selbständig zu regeln. Das erfordert Geduld und Zeit. 
Nicht selten wird der Wunsch zu arbeiten an uns heran getragen: „Ich möchte Geld verdienen“ oder „Ich möchte eine Ausbildung machen“.  Viele der Geflüchteten haben Schul- und Bildungsabschlüsse aus ihrem Herkunftsland mitgebracht, die hier meist heruntergestuft oder gar nicht erst anerkannt werden.

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Claudia Schippel hat sich in über 25 Jahren als Sozialarbeiterin und Ethnologin auf den Bildungsbereich spezialisiert.

Sie weiß genau, welche Schritte zum Beruf nötig sind und auch wieviel Zeit dafür aufgewendet werden muss von der Anerkennung eines Abschlusses, der Absolvierung des Deutschkurses bis hin zum Bildungsträger und der Ausbildung. Sie begleitet und unterstützt dabei Schritt für Schritt.
Es geht um einiges schneller, in der Sozialberatung einen Brief an das Jobcenter zu verfassen als für eine Immigrantin den richtigen Bildungsweg und Weg in die Arbeit zu finden oder ihre Gesundheit zu verbessern.

Dann muss auch noch Ausgleich für die Frauen gegen den Alltagsstress geschaffen werden. Claudia Schippel hat eine Kooperation mit dem SOS Kinderdorf e.V. aufgebaut im Interkulturellen Garten in der Gatower Straße. Hier gärtnern Frauen mit ihren Familien an der frischen Luft und lernen dabei Deutsch mit Claudia. Natürlich gibt es auch hin und wieder ein kleines Fest dort oder es wird gegrillt. So kann man seine Sorgen vorübergehend gut vergessen.

Das klingt jetzt alles nach einem traurigen Ende, weil sie ab März Rentnerin wird - oder?
Richtig ist, dass wir anderen Kolleginnen nicht all das auffangen und weiterführen können, was Claudia Schippel mit ihren vielen tollen Ideen aufgebaut hat, zumal uns dieses Jahr bislang auch noch eine halbe Stelle fehlt, weil die Finanzierung durch den Senat nicht gesichert ist.
Umso mehr freue ich mich, dass sie bereit ist, mit 25% RAZ vorerst einzuspringen!

Willkommen, Claudia – schön, dass du bleibst!

Sabine Knepel, Diakonin und Leiterin von HÎNBÛN
 



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