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HÎNBÛN - Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen und ihre Familien
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Die kurdische Bevölkerung wird insgesamt auf 25-35 Mio. geschätzt. Das relativ geschlossene Siedlungsgebiet, in dem sie leben, ist etwa so groß wie Schweden und aufgeteilt zwischen den vier Nationalstaaten Türkei, Iran, Irak und Syrien. Auch in den ehemaligen Sowjetrepubliken sowie in Libanon und Israel gibt es kleine kurdische Enklaven. Die anhaltende Kriegssituation in Kurdistan hat in den letzten Jahrzehnten eine beachtliche Zahl von Kurden und Kurdinnen in die Diaspora verschlagen, etwa ein Drittel verteilt sich vor allem auf die westeuropäischen Länder. Das heutige Kurdistan als zusammenhängendes Gebiet reicht im Westen bis zu der syrischen Stadt Afrin, im Norden bis zur Grenze der heutigen Republik Armenien, im Osten bis zum Urmia-See und zur Stadt Hamadan in Iran. Im Nordwesten erstreckt sich das Land bis zu den Städten Kars und Sivas in der Türkei und im Süden bis nach Khanakem (Khanaqin) im Irak. Geographische Eckpunkte sind somit das Ararat-Hochland, der östliche Taurus, das nördliche Zagrosgebirge sowie die östliche und nordöstliche Bergregion des mesopotamischen Tieflandes am Tigris.

Mythisches

Der Legende zufolge beginnt die kurdische Zeitrechnung 612 vor Christus, als der Schmied Kawa den Tyrannen Dahak erschlägt und das kurdische Volk befreit: Seither feiern die Kurdinnen und Kurden jedes Jahr am 21. März NEWROZ, das Neujahrs- und Widerstandsfest, als Symbol ihrer Befreiung und gegen Unterdrückung. NEWROZ bedeutet zu Deutsch "neuer Tag".

Dieser Zeitpunkt der "Befreiung" stimmt mit einer weniger mythologischen Begebenheit in der Geschichte überein. Im 7. Jahrhundert v. Chr. schlossen sich die Gebirgsvölker im Gebiet des heutigen Ost-Kurdistan und West-Iran unter der Führung des medischen Königs Kyaxares zusammen und besiegten 612 v. Chr. in der Schlacht von Ninive das mächtige assyrische Heer und gründeten das Reich der Meder. Ausgrabungen, Dokumente aus jener Zeit, aber auch gewisse Übereinstimmungen zwischen der kurdischen und der alt-westiranischen Sprache der Meder sowie die kurdische Eigenbezeichnung "Kurmndj" (Söhne der Meder) legen eine Abstammung der Kurden von den Medern nahe. Allerdings wird dies von Teilen der Wissenschaft bestritten.

Kurz nach 2000 v. Chr. war dieses Gebiet, in dem bereits mächtige Reiche existierten, von indoeuropäischen Stämmen in Besitz genommen worden, die zu den kurdischen Vorfahren zu zählen sind. Einen ersten konkreteren Hinweis auf die Existenz des kurdischen Volkes liefert der griechische Geschichtsschreiber Herodot (484-425 v. Chr.). Eindeutiger jedoch werden die Kurden in der Anabasis (401 v. Chr.) des griechischen Geschichtsschreibers Xenophon (etwa 430-355 v. Chr.) erwähnt, wo er die Bevölkerung des heutigen Kurdistan "Karduchen" nennt.



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